Dies ist wirklich ein lebendiges Kulturerbe! Wenn die Passanten nicht einen Stock auf den Haufen werfen, werden sowohl die faszinierende Geschichte als auch der Haufen selbst irgendwann verschwinden.
Mångelskhögen ist eine Gedenkstätte der etwas anderen Art. Vor langer Zeit ereignete sich an dieser Stelle ein Mord. Damit der Tote nicht wieder gehen konnte und um sich vor Unfällen zu schützen, begannen die Passanten, einen trockenen Zweig oder Ast auf die Stelle zu werfen. Bald wurde daraus ein großer Haufen. Dieser Brauch wird als Opferwurf bezeichnet und wurde früher an vielen Orten in Schweden praktiziert, an denen jemand eines plötzlichen oder unnatürlichen Todes gestorben war. Manchmal wurden Zweige geworfen, ein anderes Mal Münzen oder Steine.
Heute liegt Mångelskhögen an einem ruhigen Waldweg, aber die Straße hat eine Vergangenheit als viel befahrene Landstraße namens Tingsvägen. Hier trafen sich zwei Mondscheinhändlerinnen auf dem Weg vom Markt (eine Mondscheinhändlerin war eine Händlerin, die ihre Waren auf dem Rücken trug). Die Frauen gerieten in einen Streit, der so schlimm endete, dass eine von ihnen zu Tode geprügelt wurde.
Die Forststraße ist gesperrt, man kann also nicht mit dem Auto dorthin fahren, aber man kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß dorthin fahren.

